"Unter Mieterschutz werden gesetzliche Regelungen und Vorschriften zusammengefasst, die den Mieter vor unrechtmäßigem Vorgehen durch den Vermieter schützen sollen. In Deutschland wird im Zusammenhang mit dem Mieterschutz zwischen der Nutzung als Wohnraum und gewerblicher Nutzung sowie anderweitiger Nutzung unterschieden. Der Mieterschutz greift für gewerblich genutzte Wohnobjekte gar nicht, und bei unbewohnten, nicht-gewerblichen Objekten nur bedingt. Der Mieterschutz wurde als Folge des durch den zweiten Weltkrieg bedingten Wohnraummangels eingeführt.
Insbesondere beschränkt der Mieterschutz die Möglichkeit der Kündigung des Mietvertrages durch den Vermieter. Während der Mieter jederzeit ohne Angabe von Gründen mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen kann, hat der Vermieter unter Umständen eine längere Frist einzuräumen und muss einen besonderen, gesetzlich vorbestimmten Grund vorweisen können. Zum Beispiel ist die Anmeldung von Eigenbedarf durch den Vermieter mit dem Mieterschutz vereinbar. Die Kündigungsfrist verlängert sich für den Vermieter nach einem fünfjährigen Mietverhältnis von drei Monaten auf sechs Monate. Nach acht Jahren beträgt die Frist neun Monate. Aus älteren Verträgen kann für manche Mieter noch eine Schutzfrist von 12 Monaten bestehen. Eine Kündigung des Mietvertrages darf grundsätzlich nur schriftlich erfolgen. Organisationen wie der Deutsche Mieterbund und der Mieterschutzbund e.V. stehen ratsuchenden Mietern zum Thema Mieterschutz zur Seite. Gesetzliche Regelungen zum Mieterschutz finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (§549-§577)."

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