Innungen sind in Deutschland der freiwillige Zusammenschluss von Handwerksbetrieben aus dem gleichen oder ähnlichem Handwerk. Früher gab es in Deutschland die Zünfte, nun nehmen Innungen diese Stelle ein. Selbständige Handwerker schließen sich zu Innungen zusammen, um ihre Interessen besser durchsetzen zu können. Es ist in Deutschland nicht Vorschrift in einer Innungen Mitglied zu sein. Innungen sind örtliche bzw. regionale Zusammenschlüsse und ihre Rechtsform ist die einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie regeln und organisieren die Ausbildung im handwerklichen Bereich und nehmen die Gesellenprüfung ab. Außerdem bieten Innungen Weiterbildungskurse und Lehrgänge für ihre Mitglieder an. Außer in der Aus- und Weiterbildung liegen die Aufgaben der Innungen aber auch darin, die gewerblichen Interessen ihrer Mitglieder zu fördern, Streitigkeiten zwischen Mitgliedern zu schlichten, Gutachten zu erstellen und allgemein Auskünfte über die in ihr organisierten Handwerkskünste zu geben. Nicht verwechseln sollte man die Innungen mit den Handwerkskammern, auch wenn sie oft gemeinsame Geschäftsstellen haben. Im Gegensatz zu der Mitgliedschaft in einer Handwerkskammer ist die Mitgliedschaft in einer Innungen freiwillig. Dies gilt für Handwerksbetriebe in Deutschland. Es gibt auch in Österreich Innungen. Dort bezeichnet man Fachgruppen in der Wirtschaftskammer so und dort gibt es eine Pflichtmitgliedschaft.

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