Der schnelle technologische Fortschritt in der Wissensgesellschaft sowie die damit verbundene Notwendigkeit lebenslangen Lernens erfordern es, berufliche Fähigkeiten und berufliches Wissen auch nach der beruflichen Erstausbildung zu erhalten, anzupassen und zu erweitern. Die Berufliche Weiterbildung findet in der Form von organisiertem Lernen statt. Vorangegangen sind frühere Bildungsphasen und zwischenzeitliche Berufstätigkeit. Sie ist Teil des privat zugänglichen deutschen Bildungskanons.

Unternehmen, die ihre Mitarbeiter weiterbilden wollen, haben die Wahl zwischen allgemeinen Seminar- und Workshop-Angeboten und speziell auf das Unternehmen zugeschnittenen In-House-Schulungen. E-Learning-Angebote kann der Arbeitnehmer sowohl am Arbeitsplatz als auch von zuhause aus wahrnehmen. Bei den verschiedenen Formen einer beruflichen Weiterbildung unterscheidet man zwischen einer Einarbeitung, Fortbildung, Umschulung, dem Erwerben einer Zusatzqualifikation, einer autodidaktische Weiterbildung und der berufsbegleitenden Weiterbildung. Mit einer Fortbildung beschreibt man in der Regel eine öffentlich zugängliche Bildungsmaßnahme. Sofern die Weiterbildung vom Unternehmen ausgeht und im Unternehmenskontext erfolgt, spricht man wiederum von einer betrieblichen Weiterbildung.
Eine neuere Form der beruflichen Weiterbildung, die Theorie und Praxis zu verbinden sucht, ist das Learning on the job: Es dient dazu, einen Arbeitnehmer auf einem neuen, aber der bisherigen Tätigkeit ähnlichen Arbeitsplatz einzuarbeiten. Training on the job ist ebenfalls eine Form der beruflichen Weiterbildung, die auf Deutsch mit „Lernen durch Tun“ umschrieben wird. Sie erfolgt am jeweiligen Arbeitsplatz sowohl in der Einarbeitungsphase als auch in der Routinephase, um dann durch Einbringen weiterer und neuer Aspekte in den jeweiligen Tätigkeitsablauf die Betriebsblindheit in einem Unternehmen zu vermeiden oder rückzubilden.

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