Nachdem die ersten Automobile noch offen gebaut wurden, ging man schon früh dazu über, sie mit Glasscheiben zu versehen, um die Passagiere zu schützen - mit dem Autoglas. Diese ersten Autogläser bestanden aus normalem, einfachem Glas und waren bei Unfällen sehr gefährlich. Früh wurde auch das gewölbte Autoglas eingeführt, das die Autoglas-Hersteller aber vor große Probleme stellte: Bis 1900 wurde Autoglas ausschließlich im Mundblasverfahren hergestellt, erst danach wurden erste Möglichkeiten entwickelt, das Glas maschinell herzustellen. Erst gegen Ende der 1950er Jahre wurde die Herstellung von Autoglas durch die Entwicklung des Floatglasverfahrens ökonomisch attraktiv. Heutzutage werden Einscheibensicherheitsglas (ESG) und Verbundsicherheitsglas (VSG) als Autoglas verwendet. Beide Arten haben gemein, dass sie beim Bruch in zahlreiche, sehr kleine Stücke zerfallen, die keine schweren Verletzungen mehr verursachen. Das Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei Glasschichten, die durch eine Folie verbunden sind. Dadurch bleiben die Bruchstücke dieser Art des Autoglas aneinander haften und das Verletzungsrisiko wird zusätzlich minimiert. Der natürliche Feind des Autoglases ist der Steinschlag - kleine Löcher in der Scheibe, die durch vom Vordermann hochgewirbelte Steine entstehen. Bei modernen Verbundsicherheitsglasscheiben kann der Steinschlag oft problemlos in modernen Autoglas-Werkstätten repariert werden, indem die schadhaften Stellen mit einer Kunstharzverbindung gefüllt werden. Ist eine solche Reparatur nicht möglich, muss die Autoglasscheibe kostenaufwendig ausgetauscht werden.

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