Die Psychoanalyse wurde um 1890 vom Psychologen Sigmund Freud entwickelt. Es handelt sich bei der Psychoanalyse um eine psychologische Theorie, die sich mit dem Unbewussten beschäftigt. Über intrapsychische Vorgänge hinaus kann die Psychoanalyse auch auf soziale Gemeinschaften, Erzählungen, Märchen oder Kunstwerke angewendet werden. Im engeren Sinne bezeichnet Psychoanalyse ein aufdeckendes psychotherapeutisches Verfahren. Die klassische Psychoanalyse dauert meist mehrere Jahre bei zwei bis fünf Behandlungen pro Woche. Während der Behandlung liegt der Patient auf einer Couch und erzählt frei, was ihm durch den Kopf geht. Der Analytiker hört dem Patienten aufmerksam zu und weist ihn auf Deutungen hin. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf immer wiederkehrenden emotionalen Mustern und Motiven, die einen hohen Stellenwert in der Psychodynamik des Patienten haben. Durch die Erkenntnis soll sich die Bewertung des Patienten schließlich verändern und so der Leidensdruck genommen werden. Aus der Psychoanalyse entwickelten sich andere tiefenpsychologische Methoden, deren Ziel es ist, klar definierte Probleme in kürzerer Zeit zu behandeln. Die Kosten für die Psychoanalyse werden ebenso wie die Kosten für tiefenpsychologisch fundierte sowie Verhaltenstherapie in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Oft reicht das maximal bezahlte Stundenkontingent für die Psychoanalyse aber nicht aus, so dass der Patient einen Teil der Behandlungsstunden selbst bezahlen muss.

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