Polstereien beschäftigen sich mit dem Herstellen und dem Reparieren von Polstermöbeln, Stühlen und Sesseln. In Polstereien werden aber auch Kissen und Matratzen hergestellt. Polstereien müssen von Sattlereien unterschieden werden. Letztere beschäftigen sich heutzutage vorwiegend mit der Polsterung von Sitzen in Fahrzeugen aller Art. Die Polsterei hat eine lange Tradition. Ursprünglich wurden Sitzmöbel lediglich mit Leder überzogen. Zur Erhöhung der Bequemlichkeit wurden später verschiedene Füllmaterialien, wie z.B. Stroh, in die Sitzmöbel, Kissen und Matratzen eingearbeitet. Heutzutage werden in Polstereien teilweise sehr komplexe Sitzsysteme entwickelt, die Sprungfedern enthalten und mit Gurten stabilisiert werden. Um den Verschleiß zu mindern und den Komfort zu erhöhen, werden auf diese Konstruktionen zunächst Schichten aus Fasermaterial und dann Füllmaterial in Gewebe-Fächern, z.B. aus Jute, aufgebracht. Dann wird die sog. Fasson ausgebildet, also die Form des Polstermöbels. Durch zusätzliche Schichten aus Fasern und Stoffen wird die Stabilität des Möbels weiter erhöht und dann am Ende der eigentliche Möbelstoff aufgezogen. In Polstereien werden vorwiegend ausgebildete Fachkräfte beschäftigt. In Deutschland ist der Polsterer ein anerkannter Ausbildungsberuf mit 3-jähriger Ausbildungsdauer. Die meisten Polstereien in Deutschland sind kleine und mittelständische Handwerksbetriebe, die sich auf die Reparaturen und Erneuerungen von Polstermöbeln spezialisiert haben. Einige Polstereien stellen auch individuelle Möbel her. Größere Polstereien sind oft Zulieferer der Möbelindustrie.

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