"Im Gegensatz zu dem sogenannten Patientenfahrdienst, der nur geringe Anforderungen an Ausrüstung und Personal stellt, sind Krankentransporte im Normblatt für das Rettungswesen klar definiert. Zwar kommen die gut ausgerüsteten Rettungsfahrzeuge auch bei weniger lebensgefährlichen Notwendigkeiten zum Einsatz, wie beispielsweise eingeschränkter Mobilität des Patienten oder akuter Schwäche. Aber gerade bei schwerwiegenderen Fällen werden Krankentransporte lebensnotwendig und ermöglichen oft erst die Verlegung des Patienten in Spezialkliniken. Menschen mit instabilen Vitalfunktionen benötigen ständige Überwachung und können daher nur mit dafür ausgerüsteten Krankentransporten verlegt werden. Auch infektiöse Krankheiten oder Patientinnen mit einer Risikoschwangerschaft sollten zwingend mit dafür vorgesehenen Transportmitteln verbracht werden. Ebenfalls genutzt werden Krankentransporte für die Verlegung von im Ausland versorgten Patienten, die wieder in ihr Heimatland verbracht werden sollen. Institutionen wie die Deutsche Luftrettung oder der ADAC stellen solche Möglichkeiten für Krankentransporte bereit, die aber nicht zwingend mit einem Flugzeug erfolgen müssen. Auch wenn einige Einsatzmittel dieselben sind, werden Notfallrettungen nicht als Krankentransporte bezeichnet und unterliegen anderen Gesichtspunkten. Anbieter für Krankentransporte sind unter anderem das Deutsche Rote Kreuz oder die Johanniter Unfallhilfe. Die Kosten für Krankentransporte werden in der Regel von der Sozialversicherung abgedeckt. Krankentransporte unterliegen den Maßgaben des Landesrettungsdienstgesetzes, dem alle Leistungserbringer verpflichtet sind."

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